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Gesund im Büro mit Smoothies

Wir kennen das alles. Die stressigen Wochen vor dem Sommerurlaub haben uns nochmal
alles abverlangt. Hallo Überstunden. Hier noch das Reporting fertig machen, da noch ein
Meeting reinquetschen. Und das Briefing für den neuen Kollegen muss auch noch erledigt
werden. Privat geht es nicht weniger stressig zu. Wo bleibt unsere Katze, wenn wir im
Urlaub sind? Wer gießt die Blumen? Und wie läuft das eigentlich, wenn wir landen. Gibt es
da einen Shuttle zum Hotel?

Und überhaupt. Ein neuer Bikini muss her. Hocheffektiv wie ich bin, kaufe ich online.
Intelligent wie ich bin, bestelle ich ihn in zwei Größen. Meine Größe und eine größere.
Ich schaue mich im Spiegel an und denke, dass nicht nur meine To-do-Liste aus allen
Nähten platzt, sondern auch ich aus den Bikininähten.
Ich schreibe Crashdiät auf meine ohnehin schon endlos lange To-do-Liste.
Ich habe noch drei Wochen Zeit, um fünf Kilo abzunehmen. Klar schaffe ich das. Ein Klacks ist
das.
Wie von Gott persönlich initiiert, passiert ein Wunder. Ich weiß nicht, welche kosmischen
Verrückungen dafür verantwortlich sind, aber ein Tag später, nachdem ich die halbe Nacht
damit verbracht hatte zu googlen, welche Crash Diät mir jetzt den versprochenen
Bikinibody in Rekordzeit gibt, wird auf der Teamsitzung bekanntgegeben, dass nächste
Woche eine neue „Gesunde Woche“ im Rahmen unserer „Gesund im Büro“ Aktion startet.

Das Thema ist: MIT SMOOTHIES GESUND UND LEICHT IM BÜRO

Hm, es hätte schlimmer kommen können. Sie wird von Ulrike Seeber, einer
Ernährungsberaterin, angeleitet.

Montag 10:00 Uhr. Es geht los. Jeden Morgen werden wir jetzt für eine Arbeitswoche von
Ulrike gecoacht. Ihre Energie ist ansteckend. Ich wollte schon immer mal einen Coach
haben. Ein Traum wird wahr.
Sie erzählt uns, dass sie, nur dadurch, dass sie Zucker weggelassen hat und anfing eine
Menge Gemüse zu essen, spielend leicht abgenommen hat . Und strahlende Augen
bekam. Sich nicht mal mehr schminken musste. Man sieht ihr nicht an, dass sie schon 35
ist. Ich folge ihr jetzt auf Instagram (@ulrike.seeber).

Die REGELN

A) Frühstück und Abendessen werden durch Smoothies ersetzt. Mittags gibt es einen
großen Salat oder Gemüse mit (anadefreiem) Protein nach Wahl (Fleisch, Fisch, Eier
oder Tofu). Natürlich ohne Brot ;)
B) Die Smoothies müssen zu mindestens 50% aus Gemüse bestehen, damit der
Blutzuckerspiegel nicht so hoch geht
C) Wenn man rückfällig wird und etwas Ungesundes isst, wird angeraten sofort im
Anschluss einen grünen Smoothie zu trinken. Um wieder in den gesunden „State“ zu
kommen.


Montag, Tag 1:
Es geht los. Wenn ich mir vorstelle mich den ganzen Tag nur von Smoothies und Salat zu
ernähren, träume ich davon die Atkins Diät auszuprobieren. Rührei mit Speck. Hungrig
komme ich zur ersten Coachingstunde. Wir machen den ersten Smoothie zusammen.
Coconut Smoothie. Zutaten: Kokosmus, Banane, Blattsalat (really?) und Kokosmilch. Mit
Erythrit und Stevia wird leicht gesüßt, weil diese Süßungsmittel den Blutzuckerspiegel
nicht ansteigen lassen. Ein wenig widerwillig probiere ich den Smoothie. Und bin echt
überrascht. Es schmeckt ein bisschen wie flüssiges Raffaello. Nach zwei großen Gläsern
bin ich satt.

Dienstag. Tag 2:
Ich bin eine sogenannte Snoozerin. Das sind Menschen, die sich nicht nur einmal,
sondern sich immer wieder mit infernalischer Lautstärke aus dem Tiefschlaf reißen, indem
sie immer wieder die Schlummertaste drücken. Heute ist alles anders. Fünf Minuten bevor
mein Wecker klingelt, bin ich schon wach. Ich fühle mich bereit aufzustehen. Die
Ernährungsberaterin sagt, dass wir weniger Schlaf brauchen, wenn wir Smoothies trinken,
weil unser Verdauungssystem weniger zu tun hat. Klingt irgendwie logisch.

Mittwoch. Tag 3:
Puh. Nach einem zehn Stunden Arbeitstag bin ich fix und fertig. Mein Kopf brummt. Und
ich habe Hunger. Der Automat im Erdgeschoss der Firma lacht mich an. Nein. Er schreit
mich an. Smoothie? Nein danke. Ich habe keine Lust mehr auf Smoothies. Ich will das
essen, worauf ich gerade Lust habe. Und das heißt Schokoriegel. Warum auch nicht? Es
gibt Männer, die stehen auf Kim Kardashian. Verglichen mit ihrem hat mein Po sogar noch
„Po-tential“. Ich ziehe mir drei Riegel. Klack.
Klack. Klack. Auf dem Nachhauseweg vertilge
ich alle auf einmal. Zuhause angekommen fühle ich mich nicht wie Kim Kardashian,
sondern schrecklich. Ich blättere das Workbook unseres Ernährungscoaches nochmal durch und lese: "Sollten Sie rückfällig werden, rate ich Ihnen unverzüglich einen grünen Smoothie zu trinken." Genau das mache ich und fühle mich gleich viel besser. I'm back on track.

Donnerstag. Tag 4:
Gemüse, Gemüse, Gemüse. Wenn mir jemand vor einem Jahr gesagt hätte, dass ich mal
Spinat zum Frühstück esse und ich mich so gesund im Büro ernähren würde, hätte ich ihn, mich und die ganze Welt für verrückt erklärt.
Doch so langsam gewöhne ich mich daran. Ich finde es sogar richtig lecker. Mein heutiger
Frühstückssmoothie besteht aus Avocado, Spinat, einer halben Banane und Unmengen
an rohem Kakao. Das knallt so richtig, sagt Ulrike. Und das stimmt. Ich sprühe vor Energie
und fühle mich leicht. Nach der Arbeit treffe ich mich mit meiner besten Freundin, nicht wie
sonst immer bei unserer Lieblingseisdiele, sondern auf einen Smoothie in einem hippen
Superfoodladen. „Hast du abgenommen?“ fragt sie. Diese Frage und ich. Die beiden
passen irgendwie nicht zusammen. Aber es kommt noch besser: Zuhause angekommen
wage ich einen neuen Versuch und probiere den online erstandenen Bikini an. Als mein
Freund am Abend nach Hause kommt, flüstert er mir ins Ohr: „Nicht, dass du mir zu dünn
wirst“. LOL (dt. laut lachen; wörtl. laut auflachen).

Freitag. Tag 5:
Finale. Unsere „Gesund im Büro“-Woche endet in einem gemeinsamen Frühstück mit allen Kollegen, die die Smoothiechallenge mitgemacht haben. Vier Kollegen haben es nicht durchgehalten. Ich hatte einen
Schokoriegel-Rückfall, habe aber weitergemacht.
Fünf Kollegen haben mehr als drei Kilo abgenommen. Ich insgesamt 4,5 Kilo. Ich fühle
mich leichter, strotze vor Energie und habe gelernt, dass gesundes Essen nicht langweilig
und fad schmecken muss. Im Gegenteil. Ich weiß jetzt, wie ich mir Smoothies mache, die
auch richtig gut schmecken. Und mich satt machen. Mein Frühstück besteht jetzt aus
einem Smoothie, ich verzichte freiwillig auf mein Marmeladenbrot. Wenn ich früh mit
einem Smoothie beginne, habe ich den Tag über mehr Lust auf Gesundes. Ich möchte ja
nicht alles kaputtmachen.

Noch eine Woche, dann beginnt mein Urlaub. Meine beste Freundin Tina wird die Blumen
gießen. Meine Mutter wird auf die Katze aufpassen. Als wir uns zur Übergabe meiner
Katze und ihres Futters treffen, sagt sie mir, ich habe vor einem Urlaub noch nie so erholt
ausgesehen.
Und da erinnere ich mich an die Worte von Ulrike, der Ernährungsberaterin: „Stellt euch
vor, was alles möglich ist, wenn ihr das nicht nur während der „Gesund im Büro Smoothie Woche“, sondern lebenslang macht“.
Für mich war diese Woche nicht eine vorübergehende Periode, sondern ein
Einstieg. „Auf mein neues Leben“ sage ich zu meiner Mutter und stoße mit ihr mit einem
Smoothie an.

SMOOTHIE REZEPT

CHOCOLATE BOMB

D41A5697_edit_21/2 Avocado
1/2 Banane (wenn man Banane nicht mag, kann man auch 1 1/2 anstelle von 1/2 Avocado nehmen und mit mehr Erythrit süßen)
40 g Salat (optional)
140 g Kokosmilch
80 g Wasser
15-20 g (roher) Kakao
5 Tropfen flüssiges Stevia
15-20 g Erythrit (idealerweise in Puderform)
5 Eiswürfel

Alles in einem Hochgeschwindigkeitsmixer (z.B. Vitamix) cremig mischen.
Den Smoothie in den Kühlschrank stellen.
Die leeren Gläser in den Gefrierschrank stellen.

Schokoladensoße:

70 g zuckerfreie Schokolade (z.B. von Torras)
35 g Kakaobutter

Die zuckerfreie Schokolade zusammen mit der Kakaobutter schmelzen. Die flüssige Schokolade zickzackmäßig auf den Innenrand der kalten Gläser auftragen.
Noch einmal im Gefrierfach kalt stellen, bis die Schokolade erhärtet ist.
Nun den kalten Smoothie in die Gläser füllen.
Die restliche flüssige Schokolade über den Schokoladensmoothie gießen und Nüsse oder Kokosraspel darüber streuen.


 
Autorin Ulrike Seeber ist Coach für Menschen, die ihre Ernährung auf's nächste Level bringen möchten und dabei ihre Energie verzehnfachen und ihr Idealgewicht mit Genuss erreichen.
Sie bietet private Coachings an und gibt deutschlandweit Workshops für gesunde Ernährung.
 
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Posted by:Ulrike Seeber